Aktuelles aus dem Vereinsgeschehen...

  • Erst war es nur sein Sohn Jan, der bei uns in Wilsche das Segelfliegen lernen wollte, doch es fiel auf, daß Papa Ulf auch von Anfang an neugierig um die Flugzeuge schlich. So war es dann kein weiter Weg mer, daß auch er bei uns eingetreten ist und als Flugschüler die ersten Starts absolviert hat. Seit 2017 hat sich so in den Grundfertigkeiten des Geradeaus- Kurvenfluges, Start, Landung und vieler weiterer Dinge geübt. Wie es aber so ist, wenn man in Lohn und Brot steht, die Zeit ist schnell verplant und der Fortschritt blieb dann etwas auf der Strecke.

    Im August hat sich Ulf dann ein Herz gefaßt und war jedes Wochenende draußen auf dem Platz, seiner Platzrundenfliegerei den letzten Schliff zu verpassen, so daß die mitfliegenden Fluglehrer sich eher als Ballast fühlten.

    Am Nachmittag des 02.09. war es dann soweit. Die Fluglehrer Gerrit, Betti und Jürgen befanden, daß es für Ulf jetzt an der Zeit wäre, allein mit der Schulungsmaschine drei Runden zu drehen. Die Kunde verbreitete sich am Platz schnell, so daß er seine drei Flüge unter den Augen vieler Vereinsmitglieder absolvierte. Wie immer gehörten die ersten Alleinflüge zu den saubersten Landungen, die man so zu sehen bekommt. Mit den strahlenden Augen eines kleinen Kindes, das gerade die ersten Meter allein mit dem Fahrrad gefahren ist, stieg er aus dem Flugzeug aus...

    Ulf (2. v.l.) umringt von seinen Fluglehrern

    Danach kam er noch in den Genuß der Empfindlichkeitssteigerung der körpereigenen Thermiksensoren, bevor ihm alle Vereinsmitglieder - darunter 9 Fluglehrer, gratulierten.

    Gratulationen von allen Seiten

    Ulf, alles Gute zu diesem für Dich wahrscheinlich unvergeßlichen Erlebnis in der Fliegerlaufbahn. Wir wünschen Dir noch viel Spaß in der weiteren Ausbildung und allzeit eine sichere Landung!

  • Wenn man so über den Flugplatz geht, finden sich da neben Flugzeugen auch eine Vielzahl an Gebäuden, in denen alle mögliche Technik untergebracht wird. Im Gegensatz zu den Flugzeugen, die nach jedem Flugbetrieb akribisch gesäubert und von Mücken, Staub und Dreck befreit werden, ist das bei den Hallen nicht immer einfach, da selbige doch etwas größer sind.

    So wurde letztes Wochenende die Gelegenheit beim Schopfe gepackt, auch das einmal zu tun. Im Angesicht des nahenden Flugtages hatte sich Basti bei einem befreundeten Segelfliegerkollegen eine Hebebühne geliehen (Hiermit ein Danke an "Bleifuß" aus Braunschweig (http://www.koellner-gabelstapler.de) :-), um damit die Banner über der Straße aufzuhängen. Da dann noch Zeit war, haben sich Basti und Björn an die neue Halle begeben und sind mit langen Wasserschläuchen, Grünzeugentferner und Straßenbesen dem Dreck zu Leibe gerückt. Das Foto spricht Bände...

    Es ist offensichtlich, wo sie schon waren...

    Leider ist es schon einige Zeit her und die Algen und Moose finden die wenig sonnenbeschienene Nordseite da offenbar sehr wohnlich.

    Basti (links) und Björn bei der Arbeit

    Was so leicht aussieht, ist jedoch körperliche Schwerstarbeit, da der Dreck ordentlich festsitzt. Björn gestand uns, daß er noch Tage später Muskelkater in den Schultern hatte. Dank der Beiden erstrahlt die Halle nur wieder.

  • Wir schreiben das Jahr 2018 und es ist heiß und trocken. Seit Monaten hat es kaum geregnet und die Temperaturen sind weit über 30°. Das versprach gutes Flugwetter, allerdings hat die warme Luft den Nachteil, daß die Thermik erst spät am Tag zündet und am Abend schon eher wieder endet.

    Am 24. und 25. August ändert sich das jäh. Heftige Kaltfronten bringen uns Regen und einen deutlichen Temperatursturz. Alles vorbei? Nein, für den Sonntag ist eine Kaltfrontrückseite im Anmarsch. Da an dem Tag auch noch ein Hochdruckkeil von Südwesten herankommt, verspricht das eine Wetterlage mit guten thermischen Bedingungen, die sehr früh beginnt und lange geht.

    Entsprechend haben sich am 26.08. einige Streckenflieger bei uns auf dem Platz eingefunden und die Flugzeuge werden an den Start geräumt. Auch die anwesenden Flugschüler spekulieren auf lange Thermikflüge. So starten dann die ersten gegen 11 Uhr in den von perfekten Wolken gesäten Himmel.

    Das Wetter stellt sich dabei noch besser heraus, als es in der Vorhersage war. Steigwerte bis 4m/s und Wolkenstraßen lassen die Flüge zum Genuß werden. So entscheiden sich die meisten dafür, einfach die Wolkenautobahnen entlangzurasen.

    Wolkenstraßen vom Feinsten

    Mancher fliegt auch ein Dreieck nach Nordosten nach Neustadt-Glewe und Lüsse und dann wieder nach Hause. Insbesondere der Heimweg von Lüsse wird mit 1900m Basishöhe und immer noch 2-3m/s Steiggeschwindigkeit zu einem Thermikfest.

    Der Arcus auf dem Heimweg von Lüsse

    Am Ende des Tages fliegen Dennis im Discus über 700km, Marianne in der ASW-27 sowie Martin und Lukas im Arcus 650km. Matthias, Rafal, Uwe und David kommen auf 330 bis 480km. Insgesamt sind alle zufrieden und glücklich mit dem Tag.

    Buchstäblich den Vogel abgeschossen hat Nils Korte, der mit der LS-8t alles aus dem Tag herausholt. Am Ende sind es 1022km und Platz 10 deutschlandweit. 1000km Ende August sprechen deutlich für die Qualität der Wetterlage.

    Wie genau die paßte, werden wir am Abend gewahr. Beim Waschen und Verstauen der Flugzeuge kommt schon die nächste frontale Bewölkung aus dem Westen gezogen, die kein gutes Wetter für morgen erwarten läßt. Das stört uns jedoch weniger, da morgen wieder alle arbeiten müssen. Heute sorgt das höchstens noch für ein herrliches Abendfoto mit der Nebensonne über dem Cockpit des Arcus :-)

    Nebensonne über dem Arcus

    Hier können unsere Heldentaten noch einmal nachvollzogen werden: OLC

    Am Ende bringt uns das in der 2. Bundesliga den Rundensieg und zementiert den zweiten Platz in der Gesamtwertung. Somit haben wir den Wiederaufstieg in die erste Liga kommendes Jahr geschafft.