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Aus aktuellem Anlass...

 

 

Aufgrund der wegen des Coronavirus beschlossenen Infektionsschutzmaßnahmen findet bei uns auf absehbare Zeit kein organisierter Vereins- und Flugbetrieb statt.

 

Wir melden uns wieder an dieser Stelle, wenn sich daran Änderungen oder Neuigkeiten ergeben. Bei Fragen können Sie uns gern per Mail kontaktieren.

Bitte bleibt alle gesund!

Der LSV Gifhorn, März 2020

  • Schon seit einiger Zeit existierten bei uns Ideen, noch einen Doppelsitzer zu besorgen. Zwar waren wir mit der ASK-21 und dem Arcus M an sich schon gut ausgestattet, jedoch kam es schon ab und an vor, dass eine Menge Andrang auf der 21 war, weil viele Schüler doppelsitzig zu schulen waren oder eine Überlandeinweisung anstand oder weil einfach mal zwei Flieger eine Runde drehen wollten. Und dann kommt noch wer, der die Oma mal um den Platz schippern wollte... Dafür musste immer die 21 herhalten, der Arcus war meist irgendwo in der Heide oder auf einem Fluglager unterwegs. Entsprechend rar und begehrt waren oft die die verfügbaren Slots an einem Flugtag.

    Vor drei Jahren war es dann eine Initiative aus unserer Jugendgruppe, die die Anregung einbrachte, mal den Bedarf nach einem weiteren Doppelsitzer abzuchecken. Die Jungs hatten eine alte Ka7 ausfindig gemacht, die wir doch einmal für eine Saison mieten können, um den Andrang auf der 21 etwas abzumildern. Also haben wir sie gleich gekauft... In den drei Jahren hat die alte Schachtel über 300 Starts mit fast 100 Flugstunden absolviert. Eines war jedoch klar, eine Ka7 hat natürlich aufgrund Konstruktion und Alter ihre Grenzen. Streckenfliegen wird da schon anstrengend, aber selbst das wurde regelmäßig praktiziert...

    Die Ka7 vor der Halle...

    Da wir in der zurückliegenden Monaten jedoch eine Menge neuer Vereinsmitglieder bekommen haben, wurde die Diskussion um einen weiteren Doppelsitzer durchaus ernsthafter geführt. Zwei Plätze mit einem Gerät mehr, das sowohl zum Schulen und Überlandfliegen sinnvoll nutzbar ist, wären schon schön. Und wenn unsere Kunstflieger damit auch noch turnen können, wäre ja noch besser... Hmmm...

    Nach Abwägung verschiedener Ideen kristallisierte sich dann eine DG-505 Orion als Ziel heraus. Man kann das Gerät mit drei Spannweiten fliegen: 17,20, 18m und 20m. In den beiden "kleinen" Spannweiten ist das Flugzeug kunstflugzugelassen und mit 20m kann man mit Wasserballast mit bis 44kg/m² und einer besten Gleitzahl von 44 überlandfliegen. Das wäre es doch... Flugspaß garantiert für alle ;-)

    Wie es der Zufall wollte, poppten dann genau zwei Flugzeuge in den Anzeigen auf. Also haben wir mit den Verkäufern Kontakt aufgenommen, sind nach Delmenhorst gefahren, wo eine der beiden steht und haben sie in Augenschein genommen. Soweit nix dramatisches zu sehen, keine Schäden und der als haltbar bekannte alte DG Lack weist ebenfalls keine Risse auf. Also wurden wir handelseinig und das Flugzeug übernommen. Eine Woche später sind alle Formalitäten mit dem LBA und der Versicherung erledigt und der Anhänger geht auf...

    Heraus mit dem Rumpf

    Sofort kommen die Vereinsmitglieder neugierig an und schleichen um das Gerät. Lasse lässt es sich nicht nehmen, gleich mal probezusitzen.

    Auch ein über 1,90m großer Pilot passt also rein...

    Kurze Zeit später ist das Flugzeug zusammengebaut, wird gecheckt und an den Start gezogen. Dennis, David und Martin, die schon die "alte 500", die wir von 2012 bis 2015 hatten, gut kennen, beginnen damit, die anderen Vereinsmitglieder einzuweisen.

    Seitenansicht der DG-505 mit 20m Ohren und Winglets

    Festzustellen ist, dass sie schön fliegt und die Sitzposition auch für langere Flüge keine schmerzenden Körperteile erwarten lässt. Lediglich im Windenstart will sie etwas gefühlvoller bewegt werden, da die Knüppelkräfte im Vergleich zur ASK-21 deutlich kleiner sind. Alle Einzuweisenden kommen mit einem Grinsen im Gesicht wieder unten an...

    Landeanflug...

    Und die Ka7? Irgendwie hatten wir das gute Stück doch etwas ins Herz geschlossen, aber eine private Betreibergemeinschaft fand sich nicht. Also wurde sie zum Verkauf angeboten und keine Woche später bekamen wir die Anfrage von einer großen Familie aus Goslar, die auf der Suche waren. Also hat die Ka7 letztes Wochenende den Flugplatz Wilsche Richtung Süden verlassen und wir wünschen den neuen Eignern noch eine Menge Flugspaß mit dem Oldtimer.

    Die Ka7 verladen: Zeit für den Abschied

  • Da ja bei uns das Frühjahr fliegerisch im Wesentlichen den Infektionsschutzmaßnahmen zum Opfer gefallen war, kam im Verein schon bald die Idee auf, das Ganze etwas nachzuholen. Also wurde Ende Juli bis Mitte August ein dreiwöchiges Fluglager abgehalten. Ziel war, einfach gemeinsam zu fliegen und vor Allem auch, mit der Ausbildung der zahlreichen neuen Flugschüler und - freut uns besonders - auch Flugschülerinnen weiterzukommen. Nicht einmal der eine oder andere Schauer hielt uns davon ab...

    Eine dicke Schauerwand kommt auf uns zu...

    Nachdem der Schauer durch war, wurden die Flugzeuge wieder herausgeholt und weitergeschult. Bis dann, kurze Zeit später am Wochenende, unsere Winde anfing, Probleme zu machen. "Ich hab 3l Kühlwasser und einiges an Öl nachfüllen müssen..." bekam der Windenwart David zu hören. Oh, Mist, Kopfdichtung hin. Also wurde die Winde zerlegt und die Befürchtung bestätigt. Die Kopfdichtungen sahen bisweile nicht mehr gut aus und auch ein Teil der Köpfe war zwischen den Ventilen gerissen. Am Ende also alle Dichtungen neu, ein paar der Köpfe neu und Danke an Bernd fürs wieder zusammenbauen.

    In der Zwischenzeit konnten wir glücklicherweise eine der Winden aus Stüde nutzen, damit die Ausbildung weitergeht. Danke auch an die Stüder dafür. So konnten in der Zeit des Fluglagers drei Ausbildungsschritte vollzogen werden: Anton Haiduk flog erfolgreich seine B Prüdung, Bruno Majjer die A und für Nicolas stand die praktische Prüfung auf dem Programm. Alle drei haben bestanden und wir gratulieren und wünschen noch viel Spaß und Erfolg bei der weiteren Fliegerei.

    Neben den Schülern kamen auch die Streckenflieger auf ihre Kosten. Einige gute Wetterlagen gab es, an denen man sogar teilweise mehr als 600km durch die Heide fliegen konnte. Das reicht dann sogar bis an den Plauer See in Mecklenburg.

    Der Plauer See und links die Stadt Plau am See

    An den Tagen hat man es nur an zwei Orten aushalten können, weil es so heiß war: Entweder am See oder oberhalb von 1500m. Ansonsten waren wir wettermäßig gut dran, da es die gesamte Zeit des Fluglagers keine ausgeprägten Schlechtwetterphasen gab.

    Kehrseite der Medaille ist natürlich die Trockenheit. Die plagt uns ja nun schon seit Jahren, und auch wenn die Temperaturen 2020 nicht so heftig sind, wie die beiden Jahre davor, so sieht man es der Landschaft an. Selbst in der Elbe ist das Wasser rar...

    Viel trockener Sand in der Elbe

    Auch wenn wir Flieger eher schönes, trockenes und nicht zu wolkenverhangenes Wetter (Mal von 3/8 Cumulus oder Lenticularis in 3000m Höhe abgesehen) Wetter mögen, so kann es doch mal ab und an wieder regnen. Aber bitte unter der Woche, wo alle arbeiten müssen ;-)

  • Am Mittwoch dem 24.06. hat Nico seine praktische Prüfung für den TMG bestanden. Jetzt darf auch er unseren schönen Motorsegler "KK" ganz ohne Fluglehrer fliegen. Mit Uwe als Fluglehrer ist Nico zuerst nach Braunschweig geflogen, um dort dann dem Prüfer sein Können unter Beweis zu stellen.

    Warten am Rollhalt auf eine freie Piste 08 in Braunschweig. Der Platzrundenbetrieb wurde bereits untersagt aufgrund zu hohem Verkehrsaufkommens...

    Kurz zusammengefasst: Der Prüfer war begeistert, die besprochene Strecke sowie ein paar Übungen in der Luft wurden ohne Probleme geflogen und so sind beide nach einer Stunde Flugzeit erfolgreich wieder am Verkehrslandeplatz angekommen. Die bereits 1000 Std. im Segelflug hat der Prüfer deutlich positiv bemerkt ;)

    Fluglehrer Uwe und Nico nach der Prüfung zurück in Wilsche

    Nico, wir wünchen Dir viel Spaß und immer eine sichere Landung