Weg zum Modellflieger

Geschrieben von Administrator am .

Was gehört dazu ein Modell zu steuern? Wie kann ich dies im LSV Gifhorn erlernen?

Fliegen Erlernen

Neben dem Bauen wird parallel auch das Fliegen der Modelle trainiert. Bereits mit dem Wurfgleiter übt man das Werfen vonFlugmodellen. Dies wird über die Freiflugmodelle, den Hochstartfortgesetzt und mündet dann in die Ausbildung zum Fernsteuern von Modellen.

Dies setzt ein großes Geschick und räumliches Vorstellungsvermögen voraus da der steuernde Pilot das Modell, im Gegensatz zum Piloten im manntragenden Flugzeug, nur von außen sieht und anhand der Position und Lage des Modells die Flugbewegungen steuern muss.

Um dies zu trainieren, verfügt der Verein über Lehrer-Schüler-Anlagen, bei denen der Schüler eine Funkfernsteuerung bedient und durch ein Kabel mit der Funkfernsteuerung des Fluglehrers verbunden ist. Auf diese Weise kann der Fluglehrer im Ernstfall in die Steuerung eingreifen und die Fluglage korrigieren.

Bei aller Ernsthaftigkeit des Trainings und der Vermittlung von Vorschriften aus dem Flugsicherheits- und Versicherungsrecht stehen der Spaß und das Erfolgserlebnis im Team an vorderster Stelle. So lernen die Jugendlichen früh, dass der Erfolg des Einzelnen auch auf den Wettbewerben nur durch die Unterstützung von Bauabendleitern, Starthelfern und Seilrückholern, also durch Teamarbeit, ermöglicht werden. All dies findet auf dem vereinseigenen Modellflugplatz statt.

Beliebte Modellflugklassen bei uns im Verein

Es werden im Verein Segler, Elektrosegler und Verbrennungsmotorflieger geflogen. Sie sind zwischen ca. 50cm und 5m Spannweite groß.

F3K (Hand-Launch-Glider)

Sie wird mit ferngesteuerten Seglern mit einer Spannweite von bis zu 1,5 m bestritten, die nur mit Körperkraft des Piloten gestartet werden dürfen. Hierdurch hat die körperliche Komponente erneut Eingang in die Modellfliegerei gefunden, da die Startarten von der Technik her mit Speerwerfen oder Diskus vergleichbar sind. In den letzten Jahren hat sich eine neue Starttechnik entwickelt. Diese Modelle haben einen noch größeren Einsatzbereich und der "Fun Faktor" ist extrem hoch. Sie sind jetzt mit kleinen F3B bzw. F3J Maschinen zu vergleichen. Insbesondere bei den Jugendlichen ist diese Disziplin sehr beliebt. Wir nehmen mit diesen Modellen auch an Internationalen Wettbewerben sehr erfolgreich teil.

Hangflug

Seit 1997 hat eine Gruppe von uns auch die Fliegerei am Hang für sich entdeckt. Es ist sehr faszinierend mit den Segelflugmodellen auf Augenhöhe oder auch darunter (was ja sonst in der Ebene nicht möglich ist) beliebig lange im Hangaufwind dahinzugleiten. Man fährt jetzt mit ganz anderen Augen durch die Gegend und hält immer Ausschau nach einer neuen Hangflugmöglichkeit. Mittlerweile haben wir jedoch für verschiedene Windrichtungen Flugmöglichkeiten gefunden. Beim Bau unserer Hangflugmodelle werden zum Großteil Faser-Verbund-Werkstoffen wie GFK, CFK- AFK (Glasfaser, Kohlefaser, Kevlar) eingesetzt und die Modelle extrem stabil gebaut.

EPP-Fliegerei

Das fliegen mit den unzerstörbaren EPP-Fliegern, bei uns speziell Zack I, macht einen riesigen Spaß. Es sind mehrere solcher Flieger bei uns im harten Kampfeinsatz. Beim EPP Kombat Fliegen gilt das Motto: "Je mehr Flieger- desto mehr Spaß".

DS-Fliegen

DS Fliegen (Dynamik Soaring) macht süchtig. Beim DS´en fliegt man nicht vor dem Hang, sondern die meiste Zeit hinter dem Hang. Man fliegt mit etwas Überfahrt mit dem Wind ins Lee; taucht dort in die "Windfreie" Zone ein; wendet wieder; fliegt vom Lee (kein Wind) wieder ins Low (Wind); fliegt dann wider ins Lee, usw. Das ganze geschieht am besten in einer geneigten Kreis- oder Ellipsenbahn. Wenn das Karussell einmal ins laufen gekommen ist, werden die Flieger extrem schnell. Es ist sehr beeindruckend, wie schnell das Modell schon bei sehr geringen Windgeschwindigkeiten werden kann. Für diese Fliegerei benötigt man viel Erfahrung, gute Reflexe und zusätzlich ein sehr stabiles Flugmodell, da es sich sonst nach wenigen Kreisen in seine Einzelteile zerlegt.

Indoor-Fliegen

Während die Wintermonate bislang wegen der widrigen Witterungsverhältnisse hauptsächlich dem Bauen vorbehalten blieben, wird nunmehr diese Zeit genutzt, um mit ferngelenkten Styropormodellen, angetrieben von winzigen Elektromotoren, in Turnhallen zu fliegen. Diese Fliegerei hat einen ganz besonderen Reiz, da in der Halle der Luftraum beschränkt ist und Hindernisse (z. B. Basketballkorb, …) zu umfliegen sind.

Dabei können die unmöglichsten Konstruktionen ausprobiert werden. Die meisten Reparaturen werden mittels Sekundenkleber und Aktivator in kürzester Zeit bewältigt.

Auch in diese Disziplin sind Mitglieder unseres Vereines auf Veranstaltungen (Messen, Meetings, usw.) in Deutschland unterwegs.

Umstieg auf die Segelfliegerei

Abgerundet wird das Hobby durch die Einbindung in den Gesamtverein. So besteht mit 14 Jahren die Möglichkeit, mit dem manntragenden Segelflug zu beginnen. So sind über den Modellflug bereits etliche erfolgreiche Segelflieger zu Ihrem Hobby gekommen und haben die erlernten Grundkenntnisse über das Fliegen und die erforderlichen handwerklichen Fertigkeiten bereits mitgebracht.