Streckenflugcurriculum

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Ziel: Den Gleitflug durch bewusste minimale Umwege strecken

Übungen:
*„Ab jetzt: 3 Uhrzeiten“ bedeutet, dass man sich / seinem Team die nächsten drei Wolken / Kondensen auf Kurs zum nächsten Bart ankündigt, bevor man losfliegt („Wolke auf 11 Uhr, Fluse auf 1 Uhr, Wolke auf 1 Uhr“).
* „Gemeinsam gleiten“ geht natürlich nur zu zweit oder zu dritt. Man vereinbart einen gemeinsamen Abflugzeitpunkt und ein gemeinsames Ziel (z.B. einen Flugplatz in 10 Km Entfernung) und fliegt dann - ohne die Entscheidungen zu kommunizieren- gemeinsam geradeaus dorthin. Der Vorteil liegt im direkten Vergleich, der anschließend auch im Gespräch ausgewertet werden sollte.
* „Strecken, bis man kurbeln muss“ ist eine Übung, die am besten in der Gruppe praktiziert wird. Man verabredet eine gemeinsame (angenommene) Wende, die weit genug entfernt ist (min. 50 Km) und in deren Richtung eine gute Wolkenoptik herrscht. Dann fliegen alle zur selben Zeit ab und versuchen, möglichst lange kreislos zu fliegen, bis man wieder kurbeln muss. Wer als letzter wieder einen Bart annehmen muss, hat gewonnen.

Orte / Formen:
Trainingsorte: (P) im Gleitflugbereich und (Ü) gleichermaßen
Trainingsformen: Grundsätzlich sind alle Trainingsformen möglich und sinnvoll.
Allerdings wäre besonders ein Training in (T) und (G) nach einer Übungsphase in (E) wegen der unmittelbaren Vergleichs-möglichkeit sehr sinnvoll. 

Hinweise:
Wer kreist, fliegt die halbe Zeit zurück!
Die Vorteile, beim Vorfliegen geringe Umwege in Kauf zu nehmen, also nicht stur nach Anzeige von Bearing und Tracking geradeaus zu fliegen, liegen auf der Hand: Man muss weniger kurbeln, weniger zentrieren und spart dadurch im Idealfall Zeit und Nerven.
Dies gilt es ausgiebig zu trainieren (separat und auf Teilstrecken während eines Streckenflugs).
Wichtig: Die Schwierigkeit der Trainingsmethoden (s. links) nimmt zu!
Mit Hilfe einer Digitalkamera lassen sich leicht einige Panoramafotos von der Wolkenoptik macht, sodass man sich sinnvolle Flugwege in einem Debriefing erneut bewusst machen kann.
Auch ist an Hand solcher Fotos ein ergiebigeres Gespräch mit dem Mentor oder anderen Rookies möglich, denn man kann sich vergleichend auf verschiedene Wolkenformen beziehen.