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Vergleichsfliegen 2017

26.05.: Badewetter

Neuer Tag - neues Glück. Gestern Abend hinterließ die Luftmasse nicht den schlechtesten Eindruck. Es war angenehm frisch und die Luft wurde immer klarer. Leider hatten die Vorhersagen auch für heute eine feuchte Schicht in petto, die aber heute eher aufgehen sollte. Die war gestern auch schon in den Satellitenbildern zu sehen.

Aufbauen, da ist die Wolkenbrühe schon fast weg

Beim Briefing um 10 wurde das den Teilnehmern mitgeteilt, zusammen mit der Startbereitschaft um 12. Wie erhofft, geht die Pampe heute eher auf, so daß wir mit einem Wettbewerbstag rechnen. Vorher gab es noch das Gruppenfoto von der "Startleiter" herunter ;-)

Wettbewerbsleiter Florian fotografiert...

Und so sieht das dann aus Florians Sicht aus: Das Teilnehmerfeld vor ihren Spielzeugen

Gruppenfoto...

Danach warten wir auf den Thermikbeginn. Obwohl die Sonne geradezu brennt, ist unten am Boden praktisch Flaute. Das ist kein gutes Zeichen, da Thermik und Konvektion normalerweise für Ablösungen und das "Durchschlagen" des Windes in der Höhe bis auf den Boden bewirken. Also konvektiert offenbar nix.

Knalleblauer Himmel - aber nix regt sich

Erst deutlich nach Mittag gegen 1300 machen sich die ersten Ablösungen bemerkbar, also beschließen wir, heute zu schleppen. Die kleine klasse steht wieder vorn, gefolgt von der mittleren und der großen.

Nach dem Ausklinken macht sich aber in der Luft Ernüchterung breit. Offenbar hat sich das Hoch schon zu weit in unseren Luftraum bewegt, so daß die Luftmasse weit wärmer ist, als wir gehofft haben. So bleiben die Steigwerte schwach und kaum ein Flugzeug schafft es, über 700m Höhe zu kommen. Nach und nach bilden sich so Wolken von Segelflugzeugen, die sich auf die wenigen Bärte konzentrieren.

Schon kurze Zeit später landen die ersten, die einmal tief gekommen sind, wieder ab. Da es von keinem da oben ansprechende Steigwerte oder Höhen zu berichten gibt, geben wir auch diesen Wettbewerbstag verloren, da es einfach schon zu spät ist, um die Aufgabe herumzubekommen. Per Funk über die Neutrailisation informiert landen viele recht schnell - Beschwerden gibt es bei der Warmluft, trotz Fluggeilheit aller - keine.

Zum Hohn des Tages zieht dann am späten Nachmittag eine Wolkenlinie über den Platz, die nach Aussage derer, die geflogen sind, gute Steigwerte und 1500m Basishöhe zu bieten hatte. Außerhalb davon war beides faktisch nicht zu bekommen.

Wunderschöne Wolken... Die hätten wir heute Mittag gebraucht.

Gefragt, was das ist, meine der Wetteronkel, daß es sich da um eine kleine Konvergenz handelt, die durch den drehenden Wind am Boden entstanden sein muß. Tatsächlich hat sich die Richtung inzwischen auf Ost umgestellt. Da der Wind nun etwas aufeinander zugeht, kann die Luft nur eins machen - Aufsteigen. Deswegen labilisiert dies die Atmosphäre und bildet auf der Konvergenzlinie die schönen Wolken.

Leider hat es so wieder nicht zu einem wertbaren Tag gereicht. Die Vorhersagen für morgen sind auch nicht sonderlich optimistisch, da die Luftmasse weiterhin eigentlich zu warm ist. Da es morgen aber keine Stratusbewölkung am Morgen geben soll, könnte es die notwendigen Temperaturen für Thermik geben.

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