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Der Sommerfluglager-Ausbildungsreigen

Geschrieben von Webmaster am .

Es ist Sommer 2021 und der Flugbetrieb läuft auf vollen Touren. Zudem haben wir in den ersten beiden Augustwochen auch noch Gastvereine am Platz, so dass viel Betrieb herrscht.

Da bleiben natürlich auch die Erfolge in unserer Ausbildung nicht aus. Einen wichtigen Schritt in seiner Fliegerkarriere konnte Maurice Bär am 25.07. nehmen: Den ersten Alleinflug. Maurice ist seit Jahren begeisterter Modellflieger im LSV und hat im Laufe der Neugestaltung der Modellflugrubrik einigen Kontakt mir Webmaster Martin gehabt. So kam es, dass er dann ab und an auch mal auf dem Flugplatz in Wilsche vorbeikam. Es dauerte nicht lange, bis er auch mal in einem Segelflugzeug Platz nahm und sich die Gegend von oben angesehen hat. Das hat dann offenbar so gefunkt, dass er gleich selbst mit der Ausbildung begonnen hat.

Dabei waren ihm die Erfahrungen aus der Modellfliegerei derart hilfreich, dass er nur Wochen nach Beginn der Segelflugausbildung alleinflugreif war. Sebastian und Dennis haben ihn dann zu den ersten drei Runden losgeschickt. Während des Fluglagers kamen dann auch bald noch die Astirumschulung, die B und aktuell die Umschulung auf die LS4 dazu...

Maurice freudestrahlend nach den ersten drei Runden allein.

Während des Gästelagers gab es gleich zu Beginn die nächsten Alleinflüge. Aylin Meine, Pascal Komnick und Schülern Carla von den Gästen aus Steinfurt wurden auf ihre ersten drei Runden allein losgeschickt. Beobachtet wurden sie von den Fluglerern Dennis, Jürgen, Sebastian und Felix. Natürlich mussten sie noch auf einem Foto vor den Flugzeugen posieren ;-)

FI Sebastian, Pascal, Aylin, Carla und FI Felix

Am gleichen Tag war auch für zwei der Erfahreneren ein großer Tag: Ausbildungsleiter Dennis Polej und Matthias Brack waren mit Prüfer Thomas Schüttoff verabredet, der den beiden die TMG Prüfung abgenommen hat. Diese haben beide bestanden und dürfen nun, wenn die Lizenz da ist, auch eigenständig mit "Mona" durch die Gegend brummen.

Dennis und Matze neben der Dimona nach bestandener Prüfung

Nur zwei Tage später, am 04.08. hat dann auch der Papa die ersten Alleinflüge absolviert, nachdem ihm Sohn Pascal gezeigt hat, wie es geht. Auch Thomas Komnick zählt nun zu den Alleinfliegern und hat sich riesig über die ersten Runden allein in der ASK-21 gefreut

Thomas bei den ersten Alleinflügen

High Five mit Fluglehrer Sebastian

Weiter geht der Reigen dann noch mit Bruno, der ein paar Tage darauf noch die B Prüfung abgelegt hat, nachdem er in einem fast dreiviertelstündigen Flug mit Martin am Sonntag die letzten noch fehlenden Punkte abgearbeitet hat. Einkreisen und Thermikfliegen standen auf dem Programm. Insbesondere der Punkt "gemeinsames Thermikfliegen mit anderen Flugzeugen" war mit drei Maschinen für Bruno eine interessante Sache. "Das ist schon fordernd, gleichzeitig möglichst überall hinzuschauen, niemanden aus den Augen zu verlieren und dabei noch Fahrt, Querlage und das Steigen zu halten..." fasst Bruno seine Eindrücke zusammen.

Allein zusammen wünschen wir noch viel Spaß und Erfolg in der weiteren Ausbildung!!

 

Modellbauabende laufen...

Geschrieben von Webmaster am .

"Während es am Anfang des JAhres coronabedingt nicht einfach war, freuen wir uns, dass der Baubetrieb in der Modellflugwerkstatt aktuell wieder möglich ist und auch sehr gut anghenommen wird. An mehreren Tagen unter der Woche findet daher betreutes Bauen statt, wo Neulinge und Fortgeschrittene unter dem hilfreichen Blick der Betreuer ihre Schätzchen planen und zusammensetzen" fasst Ausbildungsleiter Modellflug Hendrik Bergmann die aktuelle Lage zusammen. "Dennoch merkt man, das gerade Urlaubssaison ist, die Beteiligung ist gerade etwas geringer..." fügt er augenzwinkernd hinzu.

Bespannen des Flügels mit dünner Folie...

Ansonsten gab es auf dem Modellflugplatz noch eine Ergänzung. Hendrik hat dort ein Schild angebracht, so dass der Modellflugplatz auch als solches erkennbar ist.

Hendrik hinter dem neuen Schild am Modellflugplatz

Moment... war da nicht mal was? Ja, er hatte schon einmal eins gebaut, wie Ihr hier nachlesen könnt. Doch warum gibt es jetzt ein neues, fragen wir ihn. "Das alte bestand aus einem Stück Buchenleimholz, das von meiner Küchenarbeitplatte übrig war. Zu Hause sah das gut aus und mit mehreren Lagen Hartöl dachte ich auch, dass das draußen eine Weile hält. Leider haben Regen und Sonne es dennoch nach nur ein paar Wochen reißen und komplett auseinanderfallen lassen. Also habe ich ein neues aus einem einzelnen, selbst geschlagenen und gesägten Holzstück gefräst." fasst er die Notwendigkeit zusammen. Hoffen wir nun, dass dieses Exemplar länger hält...

Anton fliegt einmal Uelzen und zurück

Geschrieben von Webmaster am .

Letzten Sonntag gab es für einen unserer Flugschüler ein sehr eindrückluiches Erlebnis: Anton Haiduk hat seine selbst vorbereitete Strecke für die Lizenz absolviert. Nachdem er diese Frühjahr die C Prüfung abgelegt hat, war es jetzt die Einführung in die Überlandfliegerei, die den letzten Schritt vor der Lizenzprüfung darstellt. Am Samstag ist er die navigatorische Überlandflugeinweisung mit Fluglehrer Steffen auf unserer DG500 geflogen.

Sonntag, den 27.06. war dann die Wettervorhersage noch besser angesagt. Also hat er unter Aufsicht von Fluglehrerin Sabine einen Überlandflug zum Flugplatz Uelzen vorbereitet. Bevor es jedoch losging, standen noch eine Startunterbrechung und drei Ziellandungen mit dem Astir auf dem Plan, um zu zeigen, dass er soweit fit ist, außerhalb der Sichtweite der Fluglehrer zu operieren. Martin, der in der ASK die Startunterbrechung abnahm und Sabine, die die Allerinflüge beaufsichtigte, waren zufrieden. Also wurde der Flugauftrag verschriftlicht und Anton stieg in den Astir, um mit der Winde in die Höhe zu kommen. Plan ist, nach Uelzen zu fliegen, was 51km von Wilsche aus entfernt liegt und damit genau für die 50km Mindeststrecke reicht. Falls es das Wetter zulässt, war der Auftrag, dann auch gleich wieder nach Hause zu fliegen. Falls nicht, soll er dort landen und wir holen ihn ab.

Leider ist das jedoch nicht immer erfolgreich, so hat er bei den ersten beiden Starts eine Niete gezogen und war nach wenigen Minuten wieder unten. Um 1630 Ortszeit klappte es jedoch und er konnte sich ausgraben. Im Funk war dann bald zu hören, dass er in 1500m 20km vor dem Ziel ist. Etwas mehr als 1,5 Stunden später kam dann die Frage, ob der Astir noch gebraucht wird. Ok, er ist wieder hier und keine 2h später können wir ihn in Wilsche lang landen sehen.

Zu Hause und glücklich

Sofort kommen alle Anwesenden und gratulieren ihm. Durchgeschwitzt, aber glücklich, so nehmen wir seinen Gemütszustand wahr. "Die Thermik war gut, aber nicht immer. Komischerweise waren es die Wolken, unter denen es schon etwas regnete, die am Besten gingen. Da standen teilweise 4m drunter..." kommentiert Anton die Runde. Hier geht es zum WeGlide Eintrag.

Am Ende brachte er noch stolz eine Kiste Getränke zum Debriefing, die freudig entgegen genommen wurden. Dann fehlt nur noch die Prüfung, zu der wir schon einmal viel Erfolg wünschen.

Danny fliegt Astir

Geschrieben von Webmaster am .

Erst vor kurzer Zeit hatte Danny Hofschneider seinen ersten Alleinflug und ist in der Zwischenzeit noch ein paar Mal auf der ASK-21, dem Doppelsitzer allein geflogen, um das Alleinfliegen zu festigen. Dabei hatte er auch schonmal die Absicht geäußert, auch gern mal den Astir bewegen zu dürfen und schnappte sich das Handbuch des Gerätes. Betti, Fluglehrerin am 29.05., sah es ähnlich und wies ihn in den Astir ein. Also ging es für ihn das erste Mal mit dem Einsitzer los...

Danny bereitet sich im Astir vor

Irgendwie können wir uns auch nicht des Eindrucks erwehren, dass der "neue" Astir, den wir im Winter gemeinsam schick gemacht haben, deutlich beliebter ist, obwohl beide Flugzeuge praktisch identisch fliegen... ;-)

Ansonsten war es ein ruhiger Flugbetrieb an dem Tag. Eine Reihe Flugschüler bekamen ihre Ausbildungsstarts und auch Maurice, der in den letzten Wochen viel Zeit in die Modellflugseiten hier auf der Homepage gesteckt hat, wollte das mit dem selbst im Flugzeug drinsitzen mal ausprobieren. "Ist ja fast das gleiche, wie mit dem Modell, nur etwas träger in den Rudern..." kommentiert er seinen Eindruck.

Die LS-4 wird an den Start geschoben

Höhepunkt des Tages ist wie immer der Eismann. Etwa um 1500 kommt der immer am Nachmittag vorbei und versorgt alle Leute am Vereinsheim, dann den Windenfahrer und schließlich auch alle am Start. Das läßt sich kaum wer entgehen ;-)

Schlange am Eiswagen...

Auch einen Seilriß an der Winde haben wir dann noch, aber das ist kein großes Problem. David und Flugschüler Pascal reparieren die Stelle wieder: Drei Kardelen raus (drei der sechs Einzellitzen, aus denen die äußere Umhüllung des Seils besteht) an beiden Seilenden und dann diese drei Kardelen wieder in das andere Seilende eindrallen. Damit wird die Seilkraft über die Reibung der kreuzweisen Wicklung übertragen und die Reparaturstelle ist wieder genauso tragfähig, wie das normale Seil. Damit es sich dann nicht wieder löst, werden die überstehenden Enden mit Metallklemmen gesichert.

Pascal und David beim Seil reparieren

"Am Ende war es ein schöner Tag..." resümiert Fluglehrerin Betti am Abend und keiner widerspricht ;-)

Fluglehrerin Betti im Chefsessel beim Beobachten der einsitzigen Flugschüler

Danke an Betti für die Fotos :-)

Drücken! Drücken!! Drücken!!!

Geschrieben von Webmaster am .

Dass es im LSV eine aktive Segelkunstfliegergruppe gibt, ist ja nun schon weithin bekannt. Immer mal kamen dann auch von dem einen oder anderen unserer Nachwuchsflieger die Frage, ob man denn mal mitfliegen könnte. Klar kann man. Eines Abends entspann sich dann die Diskussion darum, auch selbst die Kunstflugberechtigung zu erwerben, es aber aktuell mit Lehrgängen recht dünn gesät ist. Die Coronamaßnahmen lassen grüßen... Generell haben wir ja im Verein die Möglichkeit, Kunstflug zu schulen. Kompetente Lehrer gibt es genug und mit der ASK-21 und der DG500 haben wir auch zwei geeignete Flugzeuge.

Schlepp in die Box

Das scheiterte jedoch bisher daran, dass das Ausbildungshandbuch in Niedersachsen nur kurze Lehrgänge hergab, die für die Schulung im normalen Vereinsbetrieb nicht ausreichen. Also hat sich Martin mit dem Landesverband in Verbindung gesetzt, ob man denn da nicht etwas ändern könne, da Kunstflugschulung ja an sich nix anderes ist, als die Schulung zur Segelfluglizenz oder zum Motorsegler. Gemeinsam mit Kunstflugausbildungsleiter Lars Czernek und Landesausbildungsleiter Klaus Stuwe haben die drei dann das Handbuch so angepasst, dass Lehrgänge jetzt bis zu sechs Monate gehen können. Das reicht, damit wir die Schulung auch im Verein machen können.

Also wurde flugs der Lehrgang angemeldet und mit David, Arne, Wilm, Sören und dann auch noch Felix haben sich gleich ein Schwung an neuen Schülern eingeklinkt. David Tempel, seit letztem Jahr auch Fluglehrer im Verein und Deutscher Meister Advanced 2018 nimmt als Fluglehrerassistent zum Erwerb der Kunstfluglehrberechtigung teil. Am Freitag, dem 21.05. haben wir dann endlich mal wieder ein "Freitagsbiegen" abgehalten und mit den Jungs Rückenfliegen geübt. "Man kann sich da einen schönen Spruch merken: Im Rücken musst Du drücken, sonst gehst Du Radieschen pflücken" schärft David seinen Schülern ein.

Das spricht sich am Boden noch leicht, aber in der Luft sieht das anders aus. Ist man neu dabei, muss man im Rücken erst einmal neu fliegen lernen und sucht irritiert den Fahrtmesser, der seine Position relativ zum Piloten nicht verändert hat. Da kann man schonmal das Drücken vergessen, an das der Lehrer von hinten dann mit steigender Schalleistung erinnert. "Drücken!" ... "Drücken!!" ... "Drücken!!!" schallt es vom Rücksitz und die Reaktion kommt.

Wasser von oben :-(

Ein heranziehender Schauer zwingt uns dann zur Pause. "Der trifft..." fasst Wilm es kurz zusammen, also müssen wir kurz pausieren. Zum Dank gibt es dann noch einen Regenbogen, als wir die Flugzeuge wieder abtrocknen.

Regenbogen nach dem Schauer

So schnell der Schauer kam, so schnell ist er auch wieder weg und wir fliegen weiter. Im Norden regnet es dann immer noch, aber außerhalb der Box :-)

Wir schauen dem Schauer hinterher

Wie üblich, ist die Luftmasse hinter dem Schauer von kompletter Ruhe geprägt. Was einen beim Streckenfliegen panisch nach dem nächsten Aufwind suchen lässt, freut den Kunstflieger: In der ruhigen Laborluft lassen sich die Figuren am schönsten in den Himmel malen. Gegen Abend beruhigt sich das Wetter dann immer weiter, so dass wir bis Sonnenuntergang in der Luft sind.

Der nächste Flug und der Himmel klart weiter auf

Steffen, der die ganze Zeit schleppt, findet auch Gefallen am Wetter. Na, wo hat sich hier die 21 versteckt?

Flugzeugsuchbild. Nein, die SChleppmaschine ist nicht gemeint :-)

Mit der tiefstehenden Sonne und den schon fast frühsommerlichen Temperaturen fühlt man sich fast an eine Tierdokumentation aus Afrika erinnert... Ein wenig haben wir noch fotografiert. Nur schauen, nix lesen...

Die Startstelle

Schüler und Lehrer bereiten sich vor

Der letzte Flug geht dann wirklich kurz vor Sonnenuntergang raus, damit alle auf ihre Kosten kommen.

Schlepp in den Sonnenuntergang

Danach werden noch Schlepper und Segelflugzeuge gewaschen und beim Feierabendbier sind wir uns einig, dass es einen Riesengaudi bereitet hat. Rückenfliegen haben die meisten jetzt schon recht sicher drauf, dann geht es beim nächsten Mal mit Auf- und Abschwüngen und Rollen weiter :-)